Leere Zeiten

Donnerstag, 29. Oktober 2026

Markus Müller, Pastoralraumleiter Markus Müller, Pastoralraumleiter

Wir leben in einer Zeit, in der Arbeiten und aktives Leisten bis ins hohe Alter ganz normal ist. Es gibt täglich auch immer viel zu tun und zu überlegen. Aktiv sein zu können ist etwas Schönes und es gibt einem auch die Bestätigung, dass man gebraucht wird. Ob in der Familie, im Verein, im Dorf, in der Kirche, es braucht ja immer Menschen, die aktiv das Zusammenleben mitgestalten.
Wann haben sie das letzte Mal einfach Zeit gehabt zum Nichtstun? Keine Verpflichtungen, keine Arbeit, kein Sport, kein aktives Nachdenken – einfach leere Zeit zum Sein? Einfach dasitzen mit einem Kaffee, Tee oder Wasser und in die Natur schauen, ohne etwas leisten zu wollen oder zu müssen? 
Solche leeren Zeiten, die für manche einfach nur langweilig sind, braucht es im Alltag. Einfach entspannen und leer werden, nichts müssen. Manchmal  kommen mir dabei kreative Gedanken und manchmal gar nichts – und das ist gut so. 
Wenn eine Feder immer auf Spannung ist, verliert sie mit der Zeit ihre Spannkraft. Das Gleiche gilt auch für uns Menschen. Wenn wir nicht entspannen können, dann verlieren wir unsere Kreativität, unsere Freude und am Schluss geht nicht mehr viel oder gar nichts mehr.
So wünsche ich Ihnen genug leere Zeiten zum Entspannen, damit Sie mit Freude Ihre Arbeit in Beruf, Familie und Freizeit machen können.