Klimasorgen

Donnerstag, 30. Juli 2026

Edith Pfister, Pfarreiseelsorgerin Edith Pfister, Pfarreiseelsorgerin

Ich schreibe diese Zeilen in den letzten Junitagen. Am offenen Fenster, was nicht selbstverständlich ist in diesen heissen Tagen. Draussen fallen die ersten Regentropfen seit Wochen – zwar spärlich, aber es regnet. Ich spüre, wie ich aufatme. Die Hitzewelle in diesen Juniwochen hat mich nicht nur körperlich belastet, sondern auch emotional. Die Sorge ums Klima und damit die Sorge, welche Welt wir den kommenden Generationen weitergeben, habe ich schon lange nicht mehr so präsent empfunden. 

Mit dieser Sorge bin ich nicht allein. In einer internationalen Untersuchung geben rund zwei Drittel der 16- bis 25-jährigen an, Klimaangst zu kennen.
Wie können wir einen guten Umgang finden mit der Sorge um unser Klima und vielleicht auch mit anderen Zukunftssorgen?
Was hilft, dass wir nicht mutlos und pessimistisch werden?

Ein Geheimrezept gibt es wahrscheinlich nicht. Meine Sorge ernst zu nehmen und mir  zuzugestehen, dass ich mich sorge, ist für mich ein erster wichtiger Schritt. Der zweite ist es, gerade durch meine Sorge in Bewegung zu kommen und auszuloten, was ich selber tun kann, um einen Beitrag zu leisten für eine lebenswerte Zukunft auf unserem Planeten.

Im Vertrauen darauf, dass nicht nur wahr ist, dass wir als Einzelne die komplexen Probleme dieser Welt nicht lösen können, sondern genauso, dass wir alle jeden Tag Zukunft schaffen mit den Dingen, wie wir heute tun. 
Ich wünsche ihnen frohe, mutige und hoffentlich auch unbeschwerte Sommertage.

Edith Pfister, Pfarreiseelsorgerin