Dem Licht entgegen

Montag, 30. März 2026

Doris Zemp, Pfarreiseelsorgerin Doris Zemp, Pfarreiseelsorgerin

Als sich Ende Februar einige sonnige Tage angekündigten, erzählte mir eine Kollegin, wie stark sie das Bedürfnis verspürte, sich einfach in die Sonne zu stellen. Still dazustehen und das Licht und die Wärme richtig in sich aufzusaugen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es vielen Menschen ähnlich ging. Wochenlanges kaltes, nebliges Wetter kann auf das Gemüt drücken, raubt Energie und dämpft die Lebensfreude. Die Sehnsucht nach Licht wächst von Tag zu Tag.

Und dann sind sie plötzlich da, die ersten sonnigen Frühlingstage. Es ist fast, als öffne sich eine neue Welt. Warmes Licht fällt durch die Fenster in die Wohnung und lockt uns nach draussen.

Ich bin dankbar für dieses Wunder, das sich jedes Jahr wiederholt. Und dass nach Zeiten der Schwere auch unser Herz wieder leichter werden darf.

Mitten in diese Tage voller Licht, Wärme und neuer Kraft fällt das Osterfest. Wir feiern die Auferstehung Jesu, wir feiern das Leben. Eigentlich gibt es keine passendere Jahreszeit für dieses Fest.

Ostern erinnert uns daran, was Gott zu verwandeln kann: Dunkelheit in Licht, Brüche in Aufbrüche, Angst in Vertrauen. Dass selbst dort, wo wir nur noch Winter sehen, neues Leben wachsen kann.

Mögen auch Sie in diesen Tagen etwas von dieser Hoffnung spüren, die Ihr Herz mit neuer Zuversicht und Freude erfüllt.

Im Namen des ganzen Seelsorgeteams wünsche ich Ihnen ein frohes Osterfest.